Laut aktueller Kirchenstatistik betrug die Katholikenzahl im vergangenen Jahr 5,58 Millionen, im Jahr davor waren es noch 5,6 Mio. gewesen.
Das entspricht einem Rückgang von rund 23.691 Katholiken. 5.037 "Rückkehrern" standen dabei 60.804 Austritte (2007: 36.293) gegenüber.
67 Prozent Katholiken
Im Verhältnis zur Österreichischen Bevölkerung bedeutet das einen Anteil der Katholiken von nur mehr 67 Prozent, 1951 waren es noch 89 Prozent.
Auch die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher ist im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt auf 13 Prozent gesunken.
"Untergrund-Katholiken"
Der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, sagte im Zusammenhang mit den neuesten Daten, dass zur offiziellen Zahl noch eine schwer abzuschätzende Gruppe von "Untergrund-Katholiken" hinzugerechnet werden müsse: "Es gibt unter den Immigranten Katholiken, die aus Ländern kommen, in denen es nicht ratsam war - oder immer noch ist -, seinen Glauben zu deklarieren".
Einzig in der Diözese Graz-Seckau verhält sich die Zahl der Katholiken gegen den Trend. Dort sind es um 773 mehr (Von 892.703 auf 893.476).
"Interessantes Phänomen"
Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher wurde am "Zählsonntag" 2008 mit 729.879 angegeben, 2007 waren es 779.418 gewesen.
Dazu müsse man aufgrund der religionssoziologischen Erhebungen in Österreich noch eine gleich große Gruppe rechnen, die nur einmal im Monat am Gottesdienst teilnimmt und eine weitere Gruppe, die sich zu den "Heiligen Zeiten" - vor allem Weihnachten, Ostern, Pfingsten, auch die großen Marienfeste - bei der Messfeier einfindet, so Leitenberger.
Anstieg bei "Rückkehrern"
Als "interessantes Phänomen" bezeichnete Leitenberger die "Rückkehrer", bei den es einen Anstieg von 4.262 im Jahr 2007 auf 5.037 im Jahr 2008 gegeben hat.
Auch bei den Taufen älterer Kinder und von Erwachsenen gibt es eine steigende Tendenz: Hier stieg die Zahl von 5.039 auf 5.261. Im vergangenen Jahr wurden außerdem 50.506 Babys getauft.
Mehr Seelsorger
Ebenso bemerkenswert für den Sprecher der Erzdiözese ist, dass die Zahl der Frauen und Männer steigt, die in der Seelsorge mitarbeiten (bei den Erstkommunionbegleiterinnen und -begleitern von 15.372 auf 15.606 und bei den Firmhelferinnen und -helfern von 10.779 auf 11.022). (APA)
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